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Räum- und Streudienst im Landkreis Dachau Saison November bis März

Was Winterdienst kosten darf —
und wofür Sie zahlen.

Ob Räumdienst, Streudienst, Schneedienst oder Schneeräumdienst genannt — angeboten wird fast überall dasselbe: eine Saisonpauschale und sonst nichts. Hier stehen beide Preise, drei durchgerechnete Winter, die Uhrzeiten, ab denen wir da sind — und was passiert, wenn der Hof voll ist.

Alle Beträge netto, zuzüglich Umsatzsteuer. Das Beispiel rechnet mit einem Mehrfamilienhaus mit 18 Wohneinheiten und 180 m² Räumfläche — Gehweg, Zufahrt und Eingänge.

Wie abgerechnet wird

Eine Pauschale fürs Bereitstehen.
Ein Preis fürs Fahren.

Eine reine Saisonpauschale ist eine Wette auf das Wetter — in einem milden Winter zahlen Sie für Fahrten, die nie stattgefunden haben. Wir trennen deshalb, was unabhängig vom Wetter anfällt, von dem, was nur bei Schnee anfällt.

140 – 180 € / Monat

Bereitschaft

November bis März. Bezahlt nicht das Räumen, sondern die Verfügbarkeit: Wetterbeobachtung am Abend und in der Nacht, eingeplante Kapazität, vorgehaltenes Streumittel — und die Zusage, dass Ihr Objekt zur vereinbarten Uhrzeit an der Reihe ist. Die Höhe richtet sich nach der Räumfläche.

220 € / Einsatz

Räumen und Streuen

Schneeräumen, Flächen abstumpfen, Zugänge frei machen. Streumittel ist enthalten. Anfahrt ist enthalten.

135 € / Einsatz

Nur Streuen

Bei Glätte ohne Schnee. Rund anderthalb Stunden mit Anfahrt statt zweieinhalb — die Fahrt, die Uhrzeit und das Streumittel bleiben gleich, nur das Schieben fällt weg.

Warum wir keine reine Pauschale anbieten

Eine Vollpauschale ist für uns bequem: In einem schneearmen Winter verdienen wir daran. Genau deshalb bieten wir sie nicht an. Sie sollen für gefahrene Einsätze zahlen, nicht für vermutete — und jeder abgerechnete Einsatz steht mit Datum, Uhrzeit, Standort und Foto im Protokoll.

Was am Ende auf der Rechnung steht

Drei Winter,
derselbe Vertrag.

Wie viele Einsätze eine Saison bringt, weiß im Oktober niemand. Deshalb hier nicht eine Zahl, sondern drei — damit Sie die Spanne kennen, bevor Sie unterschreiben.

Mehrfamilienhaus, 18 Wohneinheiten, 180 m² Räumfläche — Saison November bis März
Winter Einsätze Bereitschaft Einsätze Saison gesamt je Wohneinheit
mild wenig Schnee, kaum Dauerfrost 88001.530 2.330129
durchschnittlich so, wie die meisten Jahre aussehen 188003.450 4.250236
hart lange Frostperiode, mehrfach Neuschnee 288005.370 6.170343

Gerechnet mit 160 € Bereitschaft im Monat über fünf Monate und einer Mischung aus zwei Dritteln Räum- und einem Drittel reinen Streueinsätzen, im Mittel 192 € je Fahrt. Die Zahl der Einsätze ist eine Annahme, keine Vorhersage — sie hängt am Winter, nicht an uns. Was nicht Annahme ist: Die Bereitschaft steht fest, und jeder Einsatz darüber hinaus ist belegt.

Der Teil, an dem Ihre Haftung hängt

Wann wir da sind.
Und wann wir fahren.

Die Räum- und Streupflicht besteht werktags etwa ab 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr, jeweils bis 20 Uhr. Maßgeblich ist allgemeine Glätte, nicht eine einzelne Stelle. Ihre Gemeinde kann abweichende Zeiten festlegen — wir richten uns nach der jeweiligen Satzung.

Werktags vor 7 Uhr

Wir sind vorher da, damit um 7 Uhr geräumt ist — nicht, damit um 7 Uhr jemand anfängt.

Sonn- und feiertags vor 9 Uhr

Gleiches Prinzip, spätere Uhrzeit. Bis 20 Uhr kontrollieren wir nach und streuen erneut, wenn es nötig wird.

Keine Mindestmenge

Wir fahren, wenn Glätte besteht oder Schnee liegen bleibt. Kein Zentimeterwert, ab dem wir erst zuständig wären.

Sie müssen nicht anrufen

Wir beobachten das Wetter selbst. Kontrollfahrten bei unklarer Lage sind in der Bereitschaft enthalten und werden nicht berechnet.

Warum eine Zentimeter-Klausel gegen Sie arbeitet

„Ab zwei Zentimetern" klingt nach Kostenkontrolle. Die Verkehrssicherungspflicht knüpft aber nicht an Zentimeter an, sondern an Glätte. Was unterhalb der vereinbarten Schwelle passiert, bleibt bei Ihnen — und das merken Sie erst, wenn jemand gestürzt ist. Deshalb steht in unserem Vertrag keine.

Damit später nichts dazukommt

Was drin ist —
und was extra kostet.

Die Positionen, nach denen bei jedem Angebot gefragt werden sollte
PositionEnthaltenErklärung
Streumittelja Im Einsatzpreis. Keine gesonderte Abrechnung nach Kilogramm.
Anfahrtja Im Einsatzpreis. Erscheint nie als eigene Zeile.
Kontrollfahrt bei unklarer Lageja In der Bereitschaft. Wir berechnen nur, wenn wirklich geräumt oder gestreut wurde.
Einsatznachweis mit Fotoja Am selben Vormittag im Postfach, nicht erst am Monatsende.
Schneeabtransportnein Solange Platz auf dem Grundstück ist, kostet Lagern nichts. Ist der Hof voll, ist der Abtransport eine eigene Fahrt mit eigenem Preis — wir kündigen ihn vorher an, er taucht nie unangekündigt auf der Rechnung auf.
Zwei Dinge, die Geld kosten können

Haftung und Umlage.

Sie bleiben in der Verantwortung

Der Bundesgerichtshof hat am 6. August 2025 bestätigt: Der vermietende Eigentümer haftet gegenüber dem Mieter auch dann, wenn er den Winterdienst an einen Fachbetrieb vergeben hat. Das Protokoll ist deshalb Ihre Absicherung, nicht unsere Ordnungsliebe — es zeigt, dass an dem Morgen geräumt wurde, und wann.

Winterdienst ist umlagefähig

Nach § 2 Nr. 8 BetrKV gehören die Kosten der Straßenreinigung einschließlich Winterdienst zu den umlagefähigen Betriebskosten. Unsere Rechnung weist sie als eigene Position aus — Sie müssen nichts herausrechnen.

Diese Hinweise beschreiben die Rechtslage in Grundzügen und sind keine Rechtsberatung. Die Einordnung einzelner Kostenpositionen bleibt Sache der Verwaltung.

Was uns am häufigsten gefragt wird

Vier Fragen zu den Kosten.

Was kostet Winterdienst pro Einsatz?

220 € für Räumen und Streuen, 135 € für reines Streuen bei Glätte. Streumittel und Anfahrt sind darin enthalten. Kosten für Schneeräumung entstehen nur an Tagen, an denen tatsächlich geräumt wurde — und jeder dieser Tage steht mit Foto und Uhrzeit im Protokoll.

Gibt es einen Winterdienst-Kostenrechner?

Wir haben stattdessen drei Winter durchgerechnet, weil ein Rechner so tut, als wäre die Zahl der Einsätze vorhersehbar. Sie ist es nicht. Die Tabelle oben zeigt die Spanne — das ist ehrlicher als ein Ergebnis auf den Euro genau.

Was kostet Winterdienst pro Stunde?

Unser Satz für planbare Tagarbeit liegt bei 65 €. Winterdienst ist keine Tagarbeit — er fällt nachts, an Wochenenden und an Feiertagen an, und dafür sind im Markt Zuschläge von 50 bis 75 % üblich. Ein Räumeinsatz dauert mit Anfahrt rund zweieinhalb Stunden. Daraus ergeben sich die 220 €. Abgerechnet wird trotzdem je Einsatz, nicht nach Stunden: Eine Stundenabrechnung kann niemand nachprüfen, ein Einsatz mit Standort und Uhrzeit schon.

Was kostet es, Winterdienst zu beauftragen?

Nichts außer der Bereitschaftspauschale ab dem ersten Monat. Keine Einrichtungsgebühr, keine Mindestlaufzeit über die Saison hinaus, keine automatische Verlängerung, der Sie widersprechen müssten.

Wie vergleiche ich zwei Angebote?

Beim Preisvergleich tauchen dieselben Namen auf: der Maschinenring, Hausmeisterbetriebe, ein privater Winterdienst aus dem Ort. Vergleichbar sind die Zahlen erst, wenn auf beiden Seiten dieselben Flächen, dieselbe Bereitschaft und dasselbe Streumittel stehen. Fragen Sie deshalb drei Dinge nach: Ist die Bereitschaft enthalten? Sind Streumittel und Anfahrt enthalten? Und was kostet eine Kontrollfahrt, bei der nichts zu räumen war? Was Schneeräumdienste unter ihren Preisen ausweisen, meint sonst drei verschiedene Leistungen — ob es ein großer Schneeräumservice ist oder der Betrieb zwei Straßen weiter. Was die Schneeräumung bei uns kostet, steht oben: Bereitschaft und Einsatz getrennt, damit Sie beides einzeln nebeneinanderlegen können.

Zwei Dinge, die gegen uns sprechen

Außerhalb unseres engen Kreises sagen wir ab. Beim Winterdienst zählt die Anfahrt am frühen Morgen. Wir sagen den Einsatz nur dort verbindlich zu, wo wir ihn auch halten können — Schwabhausen, Oberroth, Arnbach, Sulzemoos, Bergkirchen, Dachau, Erdweg, Markt Indersdorf, Röhrmoos, Odelzhausen, Vierkirchen, Weichs. Liegt Ihr Objekt weiter weg, bekommen Sie ein Nein statt eines Versprechens.

In einem harten Winter zahlen Sie mehr als bei einer Pauschale. Das ist die Kehrseite der Einzelabrechnung, und wir sagen es vorher: Bei 40 Einsätzen liegt unser Modell über einer festen Saisonpauschale. Dafür zahlen Sie in einem milden Winter deutlich weniger — und Sie wissen in jedem Fall, wofür.

Der nächste Schritt

Ihre Räumfläche, durchgerechnet.

Adresse und ungefähre Räumfläche genügen — Gehweg, Zufahrt, Eingänge. Sie bekommen dieselbe Tabelle wie oben für Ihr Objekt, mit Ihrer Fläche statt unserer Beispielzahlen. Binnen 24 Stunden, ohne Begehung, ohne Unterschrift.

Meine Räumfläche durchrechnen lassen
So sieht ein Räum- und Streuprotokoll bei uns aus: Musterprotokoll ansehen — ohne Formular davor.